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11.04.2012, 11:14 Uhr | Anna-Karina Neudeck
Landseniorenvereinigung Greiz/Zeulenroda e.V.
Gespräche zur Zukunft der Talsperre Zeulenroda
Eine Fähre, angetrieben von Biostrom, umfährt den Zeulenrodaer Stausee. Am Strandbad warten Yachten auf ihren nächsten Ausflug. Eine Brücke, die Stadt und Strand verbindet, wird zur Flaniermeile für Jung und Alt. Schon bald könnte dies mehr als nur ein Traum sein. Zumindest rückten die Landsenioren Greiz/Zeulenroda auf ihrer Monatsversammlung dieser Erkenntnis ein Stück näher, zu der sie sich Landtagsabgeordneten Volker Emde (CDU) eingeladen haben.
Langenwetzendorf - Eine Trinkwassertalsperre inmitten eines bewohnten Gebietes funktioniert nicht. So geht man ab 2012 neue Wege: Neubelebung der Strandbäder von einst, Ausbau der vorhandenen Wellness- und Erholungsangebote des Seehotels, Bau ökologisch moderner Pensionen und Gaststätten im einheitlichen Bauhausstil. Mit der vor zehn Jahren gefallenen Entscheidung zur Aufhebung der Trinkwasserschutzverordnung entfalten sich für die Stauseeregion ungeahnte Möglichkeiten. Entgegen der frohen Zukunftsmusik warnte Volker Emde dennoch vor exzessivem Enthusiasmus: „Ich setze große Hoffnung in dieses Projekt. Gerade deshalb müssen wir es ruhig und besonnen angehen“. Mithin plädierte er für einen sanften Tourismus, der den naturnahen Charakter der Talsperre erhält, regionale Kreisläufe durch die Nutzung heimischer Ressourcen anstößt und die Landwirtschaft kooperativ ergänzt.

Die Monatsversammlungen sind längst zu einer Tradition der Landseniorenvereinigung Greiz/Zeulenroda geworden und erfreuen sich immer wieder größter Beliebtheit, wie der gut gefüllte Saal der LAREMO Langenwetzendorf vergangenen Mittwochnachmittag wieder einmal unter Beweis stellte. Ob Gesundheit, Demographie oder wie jüngst Entwicklungstendenzen der hiesigen Stauseeregion – kein Thema ist den Senioren, deren Vereinigung im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiern darf, fremd.
aktualisiert von Volker Emde, 16.11.2012, 13:25 Uhr